Lerninhalte
Die Vorlesung behandelt das Spannungsfeld von Medien, Kommunikation und Politik in modernen demokratischen Systemen (etablierte und „junge“ Demokratien). Dabei werden ausgewählte empirische Phänomene der Mediendemokratie vor dem Hintergrund theoretischer Modelle diskutiert und so eine politikwissenschaftliche Perspektive auf den Zusammenhang von medialen und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen entwickelt. Neben den institutionellen Grundlagen werden auch aktuelle Formate und Prozesse medienbezogener Politik (z.B. Wahlkämpfe, Fernsehduelle, Soziale Netzwerke) vorgestellt.
Einen besonderen empirischen Ankerpunkt stellt im WS 2025/2026 die Bundestagswahl und Kommunalwahl NRW 2025 dar. Insbesondere die Wahl(kampf)berichterstattung in unterschiedlichen Medienformaten wird eine Folie für die Diskussionen in der Vorlesung und dem angegliederten Seminar bieten. In das Modul Öffentlichkeit, öffentliche Meinung und strategische Kommunikation wird – in Verschränkung mit der Taskforce der Studierenden des 3. Semesters – die Mercator Gastprofessur für Politikmanagement integriert. In diesem Semester ist dies Dr. Volker Wissing, ehemaliger Bundesminister und langjähriger Spitzenpolitiker, der seine Erfahrungen an der Schnittstelle von Politik und Medien einbringen wird und mit dem der Kurs theoretische Zugänge und empirische Phänomene der Mediendemokratie Deutschland und des Politikmanagements praktisch testen kann. Zudem findet im Rahmen des Moduls die diesjährige gemeinsame Exkursion nach Berlin zum Thema „Öffentlichkeit, öffentliche Meinung und strategische Kommunikation“ statt (siehe gesonderter Exkursionsplan (24.11.-28.11.2025)
Lernziele:
Die Studierenden erlernen Typologien von Mediensystemen, die Rolle von Medien in unterschiedlichen politischen Systemen, in etablierten und „jungen“ Demokratien.
Die Studierenden verstehen die Bedeutung der medienvermittelten politischen Kommunikation und ihrer spezifischen institutionellen Ausgestaltung für die Funktionsfähigkeit der Demokratie. Sie kennen die Bedeutung ethischer Grundsätze für die öffentliche politische Kommunikation, sind mit den wesentlichen Systemcharakteristika der Medien in der Bundesrepublik Deutschland und der EU vertraut und verstehen deren Implikationen als wesentliche Rahmenbedingungen der strategischen Kommunikation politischer Akteure.
Dabei setzen sich die Studierenden auch mit dem durch computer- und netzwerkbasierte Kommunikation ausgelösten „digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit“ und dessen Effekte auf das Politikmanagement auseinander, dies schließt die Entstehung neuer Öffentlichkeitsakteure sowie damit verbundene Fragmentierungs- und Konzentrationsprozesse ein.
Anforderungen und Prüfungsleistung:
- Die Vorlesung findet im Modul als integrierte Variante von klassischer Vorlesung, seminaristischen Anteilen, Exkursion und vorbereiteten Gesprächsrunden mit dem Mercator Gastprofessor für Politikmanagement, Dr. Volker Wissing statt.
- Die aktive Mitarbeit im Laufe des Semesters kann daher verschiedene Formen annehmen, von klassischen Impulsen über Moderation bei der Veranstaltung bis zur Übernahme bestimmter Rollen bei der Exkursion.
- Die Prüfungsleistung findet nach Ende der Vorlesungszeit als Modulprüfung in Form einer mündlichen Einzel-Prüfung statt. Thematisch relevant sind somit sowohl die Inhalte der Vorlesung „Medien und Politik“ als auch die des Seminars „Transparenz, Ethik und Öffentlichkeit in der (digitalen) Demokratie“. Prüfungszeitraum ist: 23. Februar 2026 bis 26. Februar 2026, Anmeldung und Koordination des Prüfungstermins erfolgt über das Sekretariat Carmen Rösch.
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