| Kommentar |
Diese Vorlesung bietet eine analytisch fundierte, zugleich praxisrelevante Gesamtschau des deutschen Schulsystems. Ausgangspunkt sind die historischen Entwicklungslinien als Grundlage zum Verständnis heutiger Strukturen vom Elementarbereich bis zur Sekundarstufe II und in die berufliche Bildung. Darauf aufbauend werden föderale Zuständigkeiten, Steuerungsmechanismen und das Zusammenspiel zentraler Akteursgruppen eingeordnet. Fragen von Teilhabe und ungleichen Chancen, Übergängen und Durchlässigkeit sowie die Verzahnung allgemeiner und beruflicher Bildungswege werden kritisch beleuchtet—auch mit Blick auf Handlungsoptionen in Schule und System. Ein Schwerpunkt liegt auf Qualitätssicherung und -entwicklung (Leistungsstudien, Standards, Bildungsberichterstattung, interne und externe Evaluation) und ihrer Bedeutung für professionelles Entscheiden. Abschließend werden die grundlegenden Funktionen von Schule—Enkulturation, Qualifikation, Selektion/Allokation, Legitimation/Integration—auch im Kontext aktueller Herausforderungen wie Digitalisierung, Inklusion und Migration reflektiert. Ziel ist es, orientierendes Wissen zu vermitteln, das wissenschaftliche Analyse mit verantwortlichem pädagogischem Handeln verbindet. |
| Literatur |
van Ackeren-Mindl, I., Klemm, K. & Schmid-Kühn, S.M. (2024). Entstehung, Struktur und Steuerung des deutschen Schulsystems: eine Einführung. 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. Münster: Waxmann.
Online unter: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:465-20240418-101355-2 Audiobook: über Duepublico bzw. den Moodle-Kursraum, der zu Semesterbeginn bekanntgegeben wird. |