| Kommentar |
Innerhalb der Erwachsenenbildung/Weiterbildung hat die politische Erwachsenenbildung in den letzten Jahren wieder erheblich an Bedeutung gewonnen und stellt ein nicht unerhebliches Arbeits- und Handlungsfeld dar. Gesellschaftliche und politische Konflikte spitzen sich zu, die Zustimmung zu rechtspopulistischen/rechtsextremen, antisemitischen und rassistischen Positionen wächst, zudem sinkt das Vertrauen in die etablierten politischen Institutionen, die Rede ist oft von der „Krise der Demokratie“. Andere Herausforderungen sind die zunehmende soziale und politische Ungleichheit sowie die sozial-ökologische Transformation. Gleichzeitig gibt es eine starke Bereitschaft zu zivilgesellschaftlichem Engagement und Partizipation.
Vor diesem Hintergrund wird verstärkt danach gefragt, wie Erwachsenenbildung/Weiterbildung sich in diese Entwicklungen einbringt und welchen Beitrag zur Demokratisierung sie durch die Unterstützung von Lern- und Bildungsprozessen leisten kann (vgl. z.B. das bundesweite Programm „Demokratie leben“, https://www.demokratie-leben.de/bundesprogramm/ueber-demokratie-leben.html und die jüngsten Diskussionen darum). Diese Fragen bilden den Hintergrund des Seminars. Mit Blick auf das gesellschaftliche Klima und der „Lage des Politischen“ wird eingeführt in grundlegende Fragen, theoretische und historische Positionen, Entwicklungsrichtungen und Aufgaben und Konzepte der politischen Erwachsenenbildung. |