In dem Lektüreseminar beschäftigen wir uns mit den (theoretischen) Begriffen und Perspektiven Differenz, Diversität und Intersektionalität in der Sozialen Arbeit. Überlegungen zum Umgang mit Differenz und Andersheit markieren politische wie auch fachlich aktuelle Aufgaben- und Handlungsfelder Soziale Arbeit. Die Bedeutung von sozialen Differenzen wie Gender, Race, Class, Alter werden beständig verhandelt, wobei Be-Deutungsweisen und Reaktionsweisen sich historisch immer auch unterscheiden. Differenzen sind hierbei aber immer eng mit sozialer Ungleichheit, Benachteiligung und Diskriminierung verknüpft. Soziale Arbeit ist durch historisch wechselnde Fokussierungen auf Differenz und Ungleichheit geprägt. Soziale Arbeit hat hierbei Praktiken der Differenzierung im Blick (Kessl & Maurer 2011). In Forschung und Theoriebildung hat sie sich zur Aufgabe gemacht analytisch der Frage nachzugehen, wo und wie sich die (Re-)Produktion von Ungleichheit und Machtverhältnissen verschränkt.
Hierbei stehen u.a. folgende Fragen im Zentrum:
- Wie werden die Begriffe Differenz, Diversität und soziale Ungleichheit gefasst?
- Welche theoretischen Perspektiven vertreten die jeweiligen Autor:innen? Inwiefern unterscheiden sich die Zugänge?
- Wie wird in den jeweiligen Beiträgen Soziale Arbeit gefasst und verstanden?
- Welche Bezugspunkte zu einschlägigen theoretischen Bezugspunkten wie der Lebensweltorientierung (Thiersch), einer subjekt- und bildungsbezogenen Sozialpädagogik (Winkler) oder einer gouvernementalitätsbewussten Sozialen Arbeit (Foucault) werden (können von uns) gemacht werden? |