In den letzten Jahrzehnten hat es einen allgemeinen Aufschwung sozialpädagogischer Forschungsaktivitäten gegeben. Hierbei hat sich die sozialpädagogische Forschung „stark in Richtung einer qualitativen Forschung entwickelt“ (Schefold 2012, S. 1138), der es mit ihrem breiten Arsenal an Forschungsmethoden darum geht – und hier zeigt sich eine entscheidende Parallele zur professionellen Praxis und ihrem Erfordernis eines sozialpädagogischen Fallverstehens – die „soziale Wirklichkeit der Adressaten und ihrer Lebenssituationen wie die Wirklichkeit der Hilfen und ihrer Kontexte […] [zu verstehen]“ (ebd.).
Anschließend an eine grundlegende Auseinandersetzung mit der Unterscheidung zwischen quantitativer und qualitativer Forschung und der Frage, was eine qualitative Forschung zu einer qualitativen sozialpädagogischen Forschung macht, geht es uns in der Übung vor allem darum, ins ‚forschungspraktische Tun‘ zu kommen. Dazu werden wir ausgewählte qualitative Methoden der Erhebung und Auswertung erproben und uns anhand selbsterhobener und aus vorliegenden Studien stammenden Protokollen in ein (auch für die professionelle Praxis unerlässliches) Verstehen sozialpädagogischer Wirklichkeit einüben.
|