Dass sich das Feld der Frühpädagogik insbesondere in den letzten zwanzig Jahren stark gewandelt hat, kann als unumstritten gelten. Diese die Veränderungen im frühpädagogischen Bereich lassen sich als Veränderungen im wohlfahrtstaatlichen Arrangement oder auch als Folge von ‚Kapitalisierungs-‘ oder ‚Ökonomisierungsprozessen‘ beschreiben und gehen mit veränderten Sichtweisen auf Kindheit einher. ‚Das Kind‘ wird dabei – je nach Perspektive – als Risiko, als ertragreiches Investment, als gesellschaftliche Hoffnungsträgerin oder als künftiger Messias beschrieben und entsprechend mit unterschiedlichen Attributen von schutzbedürftig bis handlungsmächtig versehen.
Im Seminar werden wir uns mit den komplexen Transformationsprozessen im Bildungssystem befassen, wobei die Veränderungen des Elementarbereichs im Vordergrund stehen. Wir werden uns mit verschiedenen (pädagogischen) Perspektiven auf die Lebensphase ‚Kindheit‘ beschäftigen um daraufhin aktuelle Sichtweisen auf ‚das Kind‘ zu analysieren und verschiedene Konzeptionen ‚frühkindlicher Bildung‘ vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen reflektieren. |