Das Seminar widmet sich dem Œuvre eines ebenso bedeutenden wie faszinierenden Autors, der ungeachtet aller literarischen Erfolge stets ein (jüdischer) Außenseiter blieb und sich gezwungen sah, große Teile seines Lebens im Pariser Exil zuzubringen. Im Rückgriff auf bereits vorhandene Kenntnisse im Bereich der Lyrik- und der Erzähltextanalyse wollen wir die vielfältigen Dimensionen von Heines Schreiben exemplarisch erschließen: Auseinandersetzen werden wir uns unter anderem mit romantisch anmutenden Gedichten, in denen die romantische Tradition zugleich reflektiert und subvertiert wird, sowie mit reiseliterarischen Werken, die neben abwechslungsreichen Landschaftsschilderungen auch grimmige satirische Rundumschläge enthalten. Es liegt auf der Hand, dass ein adäquates Verständnis dieser Texte nur dann zu erreichen ist, wenn wir sie zu den ästhetischen und politischen Diskursen ihrer Entstehungszeit in Bezug setzen.
Berufspraktische Anteile besitzt das Seminar insofern, als wir uns im Rahmen zweier Blocktermine im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut a) mit Fragen der Ausstellungsorganisation und der Museums-PR sowie b) mit Aspekten des Archivwesens befassen werden. Die Veranstaltungen werden von Mitarbeiter:innen des Heine-Instituts organisiert; stattfinden sollen sie im Juni, jeweils an einem Mittwoch zwischen 10 und 13 Uhr (die genauen Daten teile ich zu Semesterbeginn mit). Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Teilnahme an den Terminen in Düsseldorf um eine verbindliche Studienleistung handelt!
Im Vorfeld anzuschaffen sind die folgenden Reclam-Hefte:
Gedichte, hg. von Bernd Kortländer,
Die Harzreise, hg. von Manfred Windfuhr,
Deutschland. Ein Wintermärchen, hg. von Wolfgang Keul (Reclam XL).
Weitere Texte werden via Moodle als Scan zur Verfügung gestellt. |