Inhalte:
Welche Körper gelten als „normal“ – und wer entscheidet das? Wie hängen Körperbilder, Zugänglichkeit und gesellschaftliche Teilhabe zusammen? Was ist Ableismus und wie politisch ist unser Körper?
Das Seminar untersucht diese Fragen aus intersektionaler, kulturwissenschaftlicher und aktivistischer Perspektive. Es beleuchtet, wie Ableismus und gesellschaftliche Normen Körper politisch formen und welche Rolle Kunst, Bildung und Alltag dabei spielen. Basierend auf theoretischen, künstlerischen und aktivistischen Texten, die Perspektiven von Menschen mit Behinderung und anderen marginalisierten Körpern sichtbar machen, werden Barrieren, Repräsentationen und Wahrnehmungsmuster analysiert – mit dem Ziel, Körper und Differenz neu zu denken.
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Seminars werden die Studierenden in der Lage sein:
1. zentrale Fachbegriffe wie Ableismus, Inklusion, Barrierefreiheit und Disability sicher zu erklären und ihre Bedeutung im gesellschaftlichen Kontext zu diskutieren.
2. mindestens zwei unterschiedliche Modelle von Behinderung zu unterscheiden und ihre Auswirkungen auf Praxis und Theorie zu reflektieren.
3. die Wirkmacht normativer Vorstellungen von „Körperlichkeit“ im Alltag, in Bildung und in künstlerischen Kontexten zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.
4. ihre eigenen Wahrnehmungen, Körperbilder und Vorannahmen hinsichtlich Differenz zu reflektieren und alternative Perspektiven zu entwickeln.
5. künstlerische und körperpraktische Methoden als Forschungsinstrumente anzuwenden, um Erkenntnisse zu gewinnen und Perspektiven auf Körper und Differenz kreativ zu erforschen.
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