| Kommentar |
Inhalte:
In einer optimistischen Perspektive bewegen sich die europäischen Gesellschaften hin zu postmigrantischen Gesellschaften, in denen Bürger*innen mit und ohne Migrationshintergrund als mündige Staatsbürger*innen zusammenleben. Die Reproduktion und Transformation von bestehenden kollektiven Identitäten sowie die Bildung neuer kollektiver Identitäten wird damit eine gesellschaftsweite Herausforderung sein. Ziel des Seminars ist es, verschiedene Perspektiven auf die Bildung und Reproduktion von kollektiven Identitäten einzunehmen und deren Plausibilität zu testen. Hierbei sollen psychologische (Erikson), gedächtnisbasierte (Halbwachs), kulturelle (Hall), politische (Balibar), sprachphilosophische (Laclau) und imaginationsbasierte (Castoriadis) Konzepte vorgestellt werden. In einem zweiten Schritt wird getestet, inwiefern kollektive Identitäten in postmigrantischen Gesellschaften mit diesen Modellen gedacht werden können. |