"In dem Moment, in dem internationale Beziehungen nicht länger als strukturell anarchisch und auf freiwilliger Kooperation beruhend verstanden werden können, sondern in Kategorien von Ungleichheit, Zwang und Autorität erfasst werden müssen, werden die Grundfragen der Politischen Theorie nach den Formen, Rechtfertigungen und Reproduktionsbedingungen politischer Ordnungen auch für die Internationalen Beziehungen relevant." (Daase & Deitelhoff 2015)
Im Rahmen des Seminars werden wir uns damit auseinandersetzen, wie Internationale Beziehungen als Politische Theorie verstanden werden können. Der Ausgangspunkt wird dabei im ersten Teil des Seminars die gemeinsame Lektüre und Diskussion eines modernen Klassikers der poststrukturalistischen politischen Philosophie bilden: RBJ Walkers Inside/Outside: International Relations as Political Theory (1992). Auf dieser Grundlage sind Sie im zweiten Teil des Seminars dann aufgefordert, eigenständig weitere Literatur in der Vertiefung einzelner Aspekte der Diskussion zu finden und im Seminar vorzustellen.
Ziel des Seminars ist, dass Sie am Ende mindestens zwei Bücher (einschließlich Walker 1992) aus dem Feld der Internationalen Politischen Theorie gelesen haben, auf dieser Grundlage eigenständig eine einschlägige Fragestellung entwickelt und in Form einer schriftlichen Hausarbeit bearbeitet haben.
Teilnahmevoraussetzung ist entsprechend die unbedingte Bereitschaft zu lesen: viel und teilweise in englischer Sprache!
Das Seminar findet grundsätzlich in Präsenz statt. Mit Blick auf die angekündigten Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur im Ruhrgebiet behalte ich mir aber vor, einzelne Sitzungen digital abzuhalten. Das funktioniert aber nur gut, wenn die Kameras an sind! Ihre Bereitschaft, sich in einer Videokonferenz auch zu zeigen und aktiv zu beteiligen, setze ich also ebenfalls unbedingt(!) voraus.
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