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Künstlicher Intelligenz (KI) wird aktuell als Phänomen mit umfassendem Einfluss auf gesellschatliche Transformation erlebt und beschrieben. Selten oder vielleicht auch noch nie hat eine Technologie so schnell und so umfassend Gesellschaften geprägt.
Welche Auswirkungen KI auf Demokratie hat und haben könnte, ist Gegenstand einer sich etablierenden wissenschaftlichen Debatte. Diese Debatte wird aber - angesichts der Rasanz der Ereignisse - fortwährend von der Gegenwart überholt. Die Idee dieses Seminars ist ein erstes Vermessen des Feldes, um das Wechselverhältnis von KI und Demokratie schrittweise greifbar zu machen. Erkenntnisleitend sind dabei unter anderem folgende Fragen:
- Was charakterisiert die Technologie KI sowie ihre bisherige Anwendungspraxis? - Inwiefern kann KI als hegemonialer Diskurs analysiert werden, dessen transformierende Kraft erst aus der Kombination der Technologie selbst UND einer bestimmten Idee der Rolle von Technologie in Gesellschaft verstehen lässt? - Welche Wechselwirkungen von KI und demokratischer Öffentlichkeit sind zu beobachten / zu erwarten? - Welche aktivistische und strategische Praxis politischer Akteure ist im Umgang mit und in der Anwendung von KI zu beobachten? - ...
Angesichts der rasanten Entwicklungen wird das Seminar nicht einen fixen Seminarplan "abarbeiten", sondern das gemeinsame Orientieren, Recherchieren und Diskutieren entlang der jeweiligen Schwerpunkte in den Mittelpunkt stellen. Um wissenschaftlich eine geteilte Erkenntnisperspektive zu haben, nutzen wir für unsere Analyse die Theorie / Methode von Conrad LLuis. Hier finden wir eine ausgewiesene Fokussierung auf gesellschaftliche Transformationsprozesse, die diese Prozesse vielschichtig konzeptionell und empirisch erfassen lässt. |