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Methodenanwendung in Praxisfeldern-Multiorganisationale Kooperation im Bildungsbereich – Implementation und Qualitätsentwicklung - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Lehrforschungsprojekt Langtext Methodenanwendung in Praxisfeldern: Multiorganisationale Kooperation im Bildungsbereich – Implementation und Qualitätsentwicklung
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 22
Credits 5 Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfristen Powi BA Abmeldung 3./5. FS    25.09.2026 12:01:00 - 05.02.2027 16:00:00    aktuell
Einrichtung :
Gesellschaftswissenschaften
Powi BA 3. FS Methodenanwendung    21.09.2026 10:00:00 - 25.09.2026 12:00:00   
Einrichtung :
Gesellschaftswissenschaften
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Do. 10:00 bis 13:00 14-tgl. von 29.10.2026      LE 502 ca.14 tägig   Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Stöbe-Blossey, Sybille , Prof. Dr.
Schilling, Katharina Klara
Zielgruppen/Studiengänge
Zielgruppe/Studiengang Semester Pflichtkennzeichen
Bachelor of Arts Politikwissenschaft, Bachelor of Arts Politikwissenschaft 3 - 3
Module
Methodenmodul 2 (WS)
Zuordnung zu Einrichtungen
Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

 

Inhalt/Ablauf - Achtung: Start am 29.10. / Termine an unterschiedlichen Donnerstagen plus Hospitationen in Krefeld an anderen Tagen (Vereinbarung in der ersten Sitzung)

Die Kooperation zwischen Professionen (bspw. Lehrkräfte, Sozialarbeit, Erzieher*innen) und zwischen unterschiedlichen Organisationen (bspw. Schulen, Kindertageseinrichtungen, Familienbildung und -beratung, Vereinen und anderen Organisationen im Sozialraum) bietet die Möglichkeit zur Verknüpfung komplementärer Kompetenzen und zur Bündelung von Ressourcen für eine ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen. Von Bedeutung ist diese Kooperation vor allem für den Abbau herkunftsbedingter Bildungsbenachteiligung. In den letzten Jahren ist eine Vielzahl von Initiativen entstanden, die auf Kooperation zwischen unterschiedlichen Akteuren – insbesondere aus den Politikfeldern „Kinder- und Jugendhilfe“ und „Schule“ basieren und zu einer besseren Förderung von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen beitragen sollen:

-        Nachdem in Kindertageseinrichtungen das Konzept des „Familienzentrums“ als Grundlage für eine erweiterte sozialraumorientierte Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Familien in Nordrhein-Westfalen seit 20 Jahren etabliert ist, werden zunehmend auch an Grundschulen Familienzentren aufgebaut, um Eltern niedrigschwellig zu erreichen und die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Familie zu stärken.

-        Mit dem Bund-Länder-Programm „Startchancen“ werden seit Herbst 2024 4.000 Schulen in benachteiligten Sozialräumen über zehn Jahre mit insgesamt 20 Mrd. Euro für Investitionen in die Lernumgebung, für die Schul- und Unterrichtsentwicklung („Chancenbudget“) und für zusätzliches Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams gefördert. Kooperationen innerhalb der Schule sowie im Sozialraum spielen dabei eine zentrale Rolle.

-        Bundesweit wird der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule aktuell verstärkt in den Fokus genommen, um eine frühzeitige und koordinierte Förderung der Kinder zu gewährleisten. Sowohl auf Bundesebene als auch in Nordrhein-Westfalen werden Maßnahmen für eine gezielte Förderung von Einrichtungen in benachteiligten Sozialräumen diskutiert („Chancen-Kitas“).

-        In einigen Kommunen wurden und werden Campus-Projekte im Sozialraum oder in einem gemeinsamen Gebäude aufgebaut, beispielsweise Kooperationen zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen und/oder von Schulen untereinander (bspw. Grundschule und Sekundarstufe), meistens unter Einbeziehung von weiteren Partnern, bspw. von Familienbildungsstätten, Jugendzentren oder anderen Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

In Krefeld wurde zum Schuljahr 2025/26 das „Haus der Bildung“ eröffnet, in dem eine Startchancen-Grundschule mit offenem Ganztagsangebot und eine Kindertageseinrichtung unter dem Dach eines gemeinsamen Familienzentrums miteinander sowie mit weiteren Partnern kooperieren. In der Übung „Methodenanwendung“ sollen erste Erfahrungen, Potenziale und Herausforderungen dieses Konzepts analysiert werden. Im Wintersemester werden zunächst sowohl inhaltliche als auch methodische Kenntnisse erarbeitet und die Hospitation bei Gruppeninterviews mit Beschäftigten (Lehrkräfte, Personal des offenen Ganztags, Kita) sowie eine teilnehmende Beobachtung im Alltag und in Angeboten des Hauses der Bildung ermöglicht. Darauf aufbauend werden Leitfäden für Interviews mit Beschäftigten, evt. auch mit Eltern, erarbeitet. Die Interviews werden in der vorlesungsfreien Zeit (Februar/März 2027) vor Ort geführt und anschließend digital unterstützt transkribiert. Im folgenden Sommersemester (2027) werden die Erhebungen ausgewertet. Für die Auswertung der Interviews wird – auf der Grundlage einer Einführung – das Programm MaxQDA genutzt.

Das Seminar richtet sich somit an Studierende mit Interesse an Bildungs- und Sozialpolitik, die methodisch Erfahrungen mit der Planung, Durchführung und Auswertung von qualitativen Interviews, Gruppendiskussionen und Beobachtungen sammeln möchten. Für die Auswertungen werden digitale Tools eingesetzt.

 

Literatur

 

Grundlagenliteratur

Hackstein, P., Micheel, B., & Stöbe-Blossey, S. (2022). Familienorientierung von Bildungsinstitutionen: Potenziale von Familienzentren im Primarbereich (IAQ-Report Nr. 2022-09). Institut Arbeit und Qualifikation.

Stöbe-Blossey, S., & Cook, J. (Mitarb.) (2024). Die Grundschule in der Präventionskette: Strukturen multiprofessioneller Kooperation (IAQ-Report Nr. 2024-11). Institut Arbeit und Qualifikation.

Bemerkung

Studien- und Prüfungsleistungen:

Aktive Beteiligung; 1. Semester: aktive Mitarbeit; Referat zu einem inhaltlichen Thema oder zu Methoden; eine bis zwei Hospitationen; 

Vorlesungsfreie Zeit Februar/März 2027: Durchführung und digital unterstützte Transkribierung von Interviews mit Beschäftigten und/oder Eltern im „Haus der Bildung“;

2. Semester: Auswertung und Erstellung von Berichten 

Zeit/Ort: Do, 10.00 – 13.00 (ca. 14-täglich); LE 502
Termine: 29.10., 19.11., 26.11., 10.11. bis Weihnachtsferien: Hospitationen (1-2 Termine pro Person), 07.01., 21.01., 04.02
Leistungsnachweis

Studien- und Prüfungsleistungen:

aktive Beteiligung;

1. Semester: aktive Mitarbeit; Mitwirkung an einem Referat zu inhaltlichen Themen oder zu Methoden;  Hospitation bei einem Interview mit Trägervertreter*innen

vorlesungsfreie Zeit Februar/März 2025: Durchführung und Transkribierung von Interviews an Grundschulen

2. Semester: Auswertung und Erstellung von Berichten

 

 


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden: