| Kommentar |
Im Seminar „Schilder, Poster, Toilettengraffiti - Kommunikation im öffentlichen Raum“ beschäftigen wir uns mit der Vielfalt an Kommunikaten, die uns in (halb-)öffentlichen Räumen wie Hauptbahnhöfen, Straßenkreuzungen, Kommunalverwaltungen oder Universitätstoiletten begegnen. Dabei verschaffen wir uns zuerst einen Überblick über die Zeichen des öffentlichen Raums - seien es visuelle Marker wie Schilder, Sticker und Graffitis oder Lautsignale wie Durchsagen und Autohupen - und erarbeiten uns dann, welche kommunikativen Praktiken hier durchgeführt und ermöglicht werden. Darüber hinaus rücken wir dann die institutionellen, materiellen und sozialen Strukturen in den Blick, die Kommunikation in den untersuchten Räumen beeinflussen. Das Ziel des Seminars ist es somit, den öffentlichen Raum als kommunikativen Raum, in welchem gesellschaftliche Diskurse sedimentiert widergespiegelt, hergestellt und ausgefochten werden, in all seiner Komplexität sichtbar und erforschbar zu machen. Ein zentraler methodischer Ausgangspunkt für diese Zielsetzung ist das Forschungsprogramm der Linguistic Landscape Studies, den wir im Seminar durch ethnographische, diskursanalytische, kategorienanalytische und Interview-Studien erweitern. In diesem Methodenfeld sollen Studierende eigene Projektansätze zur Erforschung von Kommunikation im öffentlichen Raum entwickeln, durchführen und am Ende des Seminars als Poster präsentieren. |
| Literatur |
Literatur zum Einstieg: Ziegler, E. & Schmitz, U. (2022). Semiotic-Landscape-Forschung: Daten- und Methodentriangulation im „Metropolzeichen“-Projekt. In: Beißwenger, M.; Lemnitzer, L. & Müller-Spitzer, C. (Hrsg.): Forschen in der Linguistik. utb Verlag. S. 60 – 81. Pellanda, A. (2025). Garbage day as dispositive and semiotic landscape: A visual essay. Linguistic Landscape, 11(1), 32–46. https://doi.org/10.1075/ll.24020.pel |