| Kommentar |
Im Rahmen des Seminars wollen wir das Thema "Digitalität" aus zwei komplementären Perspektiven bearbeiten, die einerseits in der Linguistik und andererseits in der Kommunikationswissenschaft ihren Ursprung haben. Ausgehend von einer kritischen Reflexion der von Stalder (2016) angebotenen Beschreibungsdimensionen der "Referenzialtiät", "Gemeinschaftlichkeit" und "Algorithmizität" wollen wir anhand verschiedener Beispiele danach fragen, wie sich "Digitalität" - in ihren verschiedenen Ausprägungen - in unserer alltäglichen Wirklichkeit widerspiegelt und die sprachlichen und kommunikativen Prozesse formt bzw. mit ihnen im sich gegenseitig bedingenden Wechselspiel steht. Die im Seminar beispielhaft beleuchteten Phänomene reichen von internetbasierter Kommunikation über Mensch-Roboter-Interaktion hin zur Integration von KI in kommunikative Prozesse. Flankiert wird die Beschäftigung mit diesen thematischen Bereichen von einer Reflexion, welche Auswirkungen diese Formen von Digitalität auf die methodischen Herangehensweisen haben, mit denen sich Sprache und Kommunikation wissenschaftlich untersuchen lässt. Seminarbegleitend entwickeln und bearbeiten die Studierenden in Kleingruppen ein eigenes Forschungsprojekt, tauschen sich mit Studierenden der Linguistik aus (siehe ein parallel von M. Beißwenger in der Germanistik angebotenes Seminar) und präsentieren und diskutieren ihre Arbeitsergebnisse in diesem interdisziplinär-geisteswissenschaftlichen Rahmen. |