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Wie wird das Böse sowie Unheimliche erzählt? Welche sprachlichen und visuellen Mittel prägen unsere Konzeption vom Bösen? Und warum erscheinen bestimmte Darstellungen besonders eindrücklich oder verstörend? Das Seminar widmet sich der narrativen Konstruktion des Bösen und Unheimlichen in deutschsprachigen und internationalen literarischen sowie filmischen Werken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Böse, Unheimliche sprachlich konstruiert wird und wie diese Konstruktion – insbesondere im Film – durch visuelle und auditive Gestaltungsmittel unterstützt, erweitert oder verändert wird. Methodische Grundlage des Seminars bilden zentrale Ansätze der kognitiven Linguistik und Medienlinguistik, insbesondere die Konzeptuelle Metapherntheorie, die Frame-Semantik sowie multimodale Analyseverfahren. Mithilfe dieser Ansätze wird untersucht, welche konzeptuellen Metaphern und Frames die Konstruktion des Bösen prägen und wie sprachliche sowie – im Film – visuelle und auditive Gestaltungsmittel, etwa Bildkomposition, Licht und Dunkelheit, dazu beitragen, Bedrohlichkeit, Unheimlichkeit, Geheimnis oder Spannung zu erzeugen. Im Blockseminar werden theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Analysen verbunden. In Gruppenarbeiten entwickeln die Teilnehmenden eigene Untersuchungen ausgewählter literarischer und filmischer Beispiele, präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren diese gemeinsam im Plenum. Ziel des Seminars ist es, ein vertieftes Verständnis dafür zu entwickeln, wie sprachliche, visuelle und audiovisuelle Gestaltungsmittel das Böse konstruieren und welche kulturellen Deutungsmuster ihnen zugrunde liegen. Für den Erwerb der CPs sind die aktive Teilnahme am Seminar, die Analyse von Narrativen des Bösen sowie eine Ergebnis-Präsentation erforderlich. Weitere Informationen werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. |