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E3 - GesWi_Sozioökon - Vermögensungleichheit - Erbe, Macht und (Un-)Gerechtigkeit - Cr. 5-5 - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 4
Erwartete Teilnehmer/-innen 5 Max. Teilnehmer/-innen 5
Credits 5 - 5 Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Weitere Links Studium liberale im IwiS (Modul E3)
Zu den Lageplänen der UDE
Glossar der verwendeten Studiengangsabkürzungen
Sprache Deutsch
Belegungsfristen E3 Losfrist    17.09.2026 10:00:00 - 23.09.2026 09:00:00   
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
E3 Zwischenabmeldung    23.09.2026 09:00:01 - 24.09.2026 12:00:00   
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
E3 Direkte Zulassung/Warteliste 1.VLW    24.09.2026 12:00:01 - 05.10.2026 08:00:00   
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
E3 Abmelden 1.VLW    05.10.2026 08:00:01 - 31.03.2027 23:59:59    aktuell
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Do. 10:00 bis 14:00 wöch. von 15.10.2026      D - SG 029   Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Fastenrath, Florian, Professor, Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Studium liberale (E3)
Inhalt
Kommentar

Inhalte:
Vermögen ist deutlich ungleicher verteilt als Einkommen – und über kaum eine ökonomische Größe wissen wir so wenig. Zugleich entscheidet Vermögen maßgeblich über Lebenschancen, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe: Es wird in Familien gehalten, vererbt und strategisch weitergegeben, verschafft politischen Einfluss und wirft grundlegende Gerechtigkeitsfragen auf. Als leitende Analysekategorie dient dabei der Klassenbegriff – Vermögen erscheint nicht nur als Verteilungsgröße, sondern als Quelle sozialer Lage und politischer Macht. Wir fragen zunächst, wie ungleich Vermögen verteilt ist, wie es gemessen wird und woher es stammt – und stoßen dabei rasch auf die Familie als zentrale Institution seiner Weitergabe. Von dort führt der Weg zur Frage, wie sich Vermögen in Einfluss übersetzt und warum sich hohe Vermögen politisch so schwer besteuern lassen, und schließlich zur normativen Auseinandersetzung darüber, ob extremer Reichtum ein Problem ist und ob sich Erben rechtfertigen lässt. Der eigentliche Ertrag liegt weniger in diesen Einzelfragen als in ihren Verschränkungen: wie sich Verteilung in Macht übersetzt, wie strukturelle Macht normative Legitimationen erzeugt und wie Klassenlagen über politische Repräsentation zurückwirken. Empirische Befunde, wirtschaftssoziologische Analyse und normative Argumentation greifen so ineinander, statt nebeneinander zu stehen. Den Abschluss bildet eine Postersession, auf der die Studierenden eigene empirische oder konzeptionelle Analysen zu einer selbst gewählten Fragestellung präsentieren.

 

Lernziele:

Die Studierenden . . .

• können zentrale Kennziffern und Datenquellen der Vermögensforschung (Median/Mittelwert, Perzentile, Gini; SOEP, HFCS) einordnen und deren Grenzen – insbesondere am oberen Rand der Verteilung – benennen;

• kennen soziologische Erklärungen der Vermögensreproduktion über Familie und Erbschaft (Bourdieu, Beckert, Bessière/Gollac) und können Vermögen mit klassenanalytischen Begriffen (Bourdieu, Wright) einordnen;

• können Machtkonzepte (Lukes’ drei Dimensionen, strukturelle Macht nach Lindblom) auf das Verhältnis von Vermögen und Politik anwenden;

• können normative Positionen zu Reichtum und Erbschaft (Neuhäuser, Robeyns) rekonstruieren und argumentativ vertreten bzw. kritisieren;

• können unterschiedliche Zugänge zum Thema aufeinander beziehen – etwa zeigen, wie sich Vermögensverteilung in politische Macht übersetzt und welche normativen Fragen daraus folgen;

• können eine eigene Fragestellung entwickeln und die Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Posters aufbereiten und verteidigen.

Bemerkung

Diese Veranstaltung kann von Studierenden der UDE für das Vertiefungsmodul (Themenfeld A) des UAR-Zertifikats Diversität und Gender belegt bzw. angerechnet werden. Bitte beachten Sie die Informationen zur Anmeldung.

Die Veranstaltung ist anrechenbar für den Vertiefungsbereich des Nachhaltigkeitszertifikats (+) der UDE.

Anmeldefrist ab dem 17.09.2026. Eine Liste freier E3-Plätze und weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage. Als Fachstudent*in wählen Sie zur Anmeldung das fachintern übliche Verfahren; bei LSF: die gleichnamige Veranstaltung ohne das Präfix 'E3'.

Voraussetzungen In E3 nicht geeignet für:
Fak. GesWi, Fak. WiWi; BWL (MSM & WiWi), Erziehungswiss., MOAS , Soz. Arbeit.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie die E3-Ausschlüsse immer selbständig bei Ihrer Auswahl beachten müssen. Das LSF-System schließt Fehlanmeldungen nicht aus. Auch ist im System nicht ersichtlich, nach welcher PO Sie studieren, oder welche/s Fachwissenschaft/Anwendungsfach vorliegt. Ihre gewählte E3-Veranstaltung muss auch bzgl. Ihres Anwendungsfachs explizit fachfremd sein.
Leistungsnachweis Prüfungsform gibt Dozent vor Ort bekannt

Für alle E3 Kurse gilt, dass Sie sich nicht beim Prüfungswesen anmelden können/müssen. In der Regel sind Sie mit der Zulassung zum Kurs zur Prüfung angemeldet.

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 5 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden:
II. Vertiefung  - - - 1
Kultur & Gesellschaft  - - - 2
Wirtschaft  - - - 3
Diversität (E1/E3)  - - - 4