| Kommentar |
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„Solidarität“ scheint eine zwischenmenschliche Beziehung zu bezeichnen, die zum einen instrumentell bedeutsam ist, da sie praktische und emotionale Unterstützung in Aussicht stellt, die häufig nötig ist, um Ziele zu erreichen. Zum anderen scheint sie auch intrinsisch wertvoll zu sein, da sie als besondere, sinnverleihende Weise des Zusammenseins und Zusammenhandelns sein könnte. Aber worin besteht Solidarität? Bei der Beantwortung dieser Frage drängen sich drei Unterfragen auf: (1) Muss Solidarität Gegenseitigkeit beinhalten oder kann sie auch einseitig sein? Falls Letztere: Beinhaltet Solidarität dann eine kognitive Unterordnung gegenüber den Objekten der Solidarität, wobei deren Ziele und Mitteln nicht zu hinterfragen wären? (2) Welche Rolle spielen dabei Emotionen? Ist eine emotionale Dimension für genuine Solidarität notwendig? Gibt es sogar Formen reiner emotionaler Solidarität? (3) Ist Solidarität ein moralischer Begriff oder kann es auch Formen der Solidarität unter weißen Suprematisten geben? Schließlich fragt sich, als wie wertvoll Solidarität angesehen werden sollte und, ob ihre Priorisierung nicht andere Werte wie Freiheit und Pluralismus gefährdet |