| Kommentar |
Inhalte:
Diese Vorlesung untersucht die Verflechtung von Kunst und Gesellschaft in Spanien und Lateinamerika von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Kunstwerke nicht losgelöst von ihrem gesellschaftlichen, politischen und historischen Umfeld interpretiert werden können. Anhand ausgewählter künstlerischer Zusammenhänge der spanischsprachigen Welt lernen Sie, Kunstwerke als ästhetische Objekte und zugleich als historisch situierte Formen gesellschaftlicher Wahrnehmung, Deutung und Kritik zu analysieren. Dabei werden wir auch die sozialen Bedingungen der diskutierten Künstler:innen sowie Fragen von Mäzenatentum, Öffentlichkeit, Religion, Kolonialität, Nation, Gewalt, Gender und politischer Intervention berücksichtigen.
Die Vorlesung wird im Format eines Flipped Classroom durchgeführt. Alle Vorlesungsinhalte werden Ihnen als Videopodcasts ab Semesterbeginn auf Moodle zur Verfügung gestellt. Bitte arbeiten Sie den jeweiligen Podcast vor der entsprechenden Sitzung sorgfältig durch. Die gemeinsamen Sitzungen – in Präsenz oder per Zoom – dienen dann nicht der bloßen Wiederholung des Podcasts, sondern der Klärung von Fragen, der Vertiefung zentraler Aspekte und der gemeinsamen Analyse ausgewählter Zusammenhänge.
Die ersten drei Sitzungen finden zu Semesterbeginn in Präsenz statt, und zwar am 21. Oktober, 28. Oktober und 4. November. Anschließend treffen wir uns am 11., 18. und 25. November sowie am 2. Dezember per Zoom in meinem Zoomraum: https://uni-due.zoom.us/my/susanne.zepp. Am 16. Dezember findet wieder eine Präsenzsitzung statt. Im Januar treffen wir uns am 6., 13., 20. und 27. Januar erneut per Zoom. Die letzte reguläre Sitzung findet am 3. Februar 2027 in Präsenz statt. Die Klausur ist für den 10. Februar 2027 vorgesehen.
Noch vor Semesterbeginn wird ein digitaler Kurs zur Vorlesung auf Moodle eingerichtet. Dort finden Sie den Verlaufsplan, alle Videopodcasts, Textauszüge, Bildmaterialien, Arbeitsaufträge und weiterführende Literatur. Die sorgfältige Vor- und Nachbereitung der Materialien ist für das Gelingen des Flipped-Classroom-Formats wesentlich und bildet die Grundlage für die gemeinsame Arbeit in den Präsenz- und Zoomphasen. |
| Literatur |
Michael Scholz-Hänsel / David Sánchez Cano, Spanische Kunst von El Greco bis Dalí: Ambiguitäten statt Stereotype, Berlin 2020.
Anne Puech / Santiago Morilla, „Introducción. Prácticas artísticas en el espacio público”, in: HispanismeS [Digitale Zeitschrift], 14, 2019, ohne Paginierung, DOI: https://doi.org/10.4000/hispanismes.312
Jens Kastner, „Didactics of Liberation? Kunst- und kulturtheoretische Debatten in Lateinamerika“, in: Global Art History: Transkulturelle Verortungen von Kunst und Kunstwissenschaft, Bielefeld 2017, S. 249–270. |