| Kommentar |
Inhalte:
Die Transzendentalphilosophie, so die Bezeichnung der Philosophie Immanuel Kants, bietet theoretisch und praktisch eine klare Perspektive auf Welt und Selbst. Ziel des Seminars ist es, sowohl diese Perspektive als auch Kants Schreibweise anhand von ausgewählten Textstellen verständlich zu machen. Die Annahmen einer universellen Vernunftstruktur und ihrer konstruktiven Leistung, das Ich als kognitive Struktur, die Abgrenzung zum Tier, die Selbstzweck-Formel des Menschseins und natürlich der kategorische Imperativ: Diese Themen sind in allen Jahrgangsstufen und Schulformen relevant und können – auch ohne Texte von Kant – unterrichtet werden. Das setzt allerdings voraus, dass man sowohl die Perspektive wie auch die eine oder andere Textstelle von Kant verstanden hat. Das Seminar widmet sich intensiv der Lektüre einschlägiger Textpassagen, so dass die Themen Vernunftstruktur, Ich, Mensch-Tier-Unterscheidung, Moral, freier Wille sowohl in Form von konzeptionellem Wissen wie auch als Textwissen erarbeitet werden. Dafür wird zeitlich jeweils die erste Sitzung von 12-14h verwendet werden. Hierbei werden verschiedene didaktische Leseverstehen-Methoden ausprobiert und visualisiert. Der Einsatz der Methoden im Unterricht (für beliebige Texte) wird kritisch diskutiert. In der anschließenden Sitzung von 14-16h diskutieren wir dann das jeweilige Konzept. Hierfür wird es immer auch einen sehr kurzen Textausschnitt aus einer Sekundärliteratur geben, damit verschiedene Deutungen erarbeitet werden können. Unterrichtsentwürfe werden im späteren Semesterabschnitt besprochen – und wie man sie mit KI herstellen kann |