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E3 - GeiWi_Philo - Biologische Funktionen und ihre Rolle in den Lebenswissenschaften - Cr. 3-3 - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 3 Max. Teilnehmer/-innen 3
Credits 3 - 3 Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Weitere Links Studium liberale im IwiS (Modul E3)
Zu den Lageplänen der UDE
Glossar der verwendeten Studiengangsabkürzungen
Sprache Deutsch
Belegungsfristen E3 Losfrist    17.09.2026 10:00:00 - 23.09.2026 09:00:00   
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
E3 Zwischenabmeldung    23.09.2026 09:00:01 - 24.09.2026 12:00:00   
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
E3 Direkte Zulassung/Warteliste 1.VLW    24.09.2026 12:00:01 - 05.10.2026 08:00:00   
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
E3 Abmelden 1.VLW    05.10.2026 08:00:01 - 31.03.2027 23:59:59    aktuell
Einrichtung :
Institut für wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen IwiS
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Do. 10:00 bis 12:00 EinzelT am 15.10.2026     E - R12 S05 H20   Präsenzveranstaltung
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Do. 10:00 bis 12:00 wöch. 22.10.2026 bis 12.11.2026      E - V15 S02 C26   Präsenzveranstaltung
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Do. 10:00 bis 12:00 EinzelT am 19.11.2026     E - R11 T08 C01   Präsenzveranstaltung
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Do. 10:00 bis 12:00 wöch. 26.11.2026 bis 07.01.2027      E - V15 S02 C26   Präsenzveranstaltung
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Do. 10:00 bis 12:00 EinzelT am 14.01.2027     E - R11 T08 C01   Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Ploemacher, Kai , M.A.; M.Ed.
Zuordnung zu Einrichtungen
Studium liberale (E3)
Inhalt
Kommentar

Inhalte:

Wenn wir behaupten, ein Hammer sei „dazu da, um Nägel einzuschlagen“ oder über die Streifen eines Zebras sagen, sie seien „dazu da, um Insekten fernzuhalten“, dann schreiben wir Gegenständen Funktionen zu. Haben wir die Absicht, dadurch etwas zu erklären, etwa, warum ein Hammer einen Kopf aus Stahl oder ein Zebra Streifen einer bestimmten Form hat, dann zielen wir auf eine funktionale Erklärung ab. Im Fall des Hammers lässt sich das scheinbar leicht nachvollziehen: Hämmer sind menschengemachte Gegenstände. Sie haben ihre Funktion, weil wir in ihrer Herstellung bestimmte Absichten verfolgen, und sie haben ihre Eigenschaften, weil wir sie derart herstellen, dass sie unsere Absichten erfüllen können.

 

In den Lebenswissenschaften stellen Funktionszuschreibungen und funktionale Erklärungen hingegen ein echtes theoretisches Problem dar: Auf der einen Seite ist die Rede über Funktionen ein scheinbar elementarer Bestandteil lebenswissenschaftlicher Theoriebildung. So untersucht die Biologie etwa die Funktion von Organen, die Ökologie schreibt ganzen Lebewesen Funktionen innerhalb von Ökosystemen zu, in Medizin und Psychiatrie werden Krankheiten anhand mutmaßlicher Dysfunktionen identifiziert und in den Kognitionswissenschaften werden Inhalte mentaler Zustände anhand ihrer Funktion individuiert. Auf der anderen Seite können diese Wissenschaften aus ihrem nicht-theistischen Selbstverständnis heraus nicht wie im Fall des Hammers darauf abstellen, dass sich Rede über Funktion anhand von Absichten ausbuchstabieren lässt – dass Zebras Streifen einer bestimmten Form und Farbe haben, ist laut ihnen eben nicht das Ergebnis eines absichtsvollen Prozesses.

 

Wie Funktionszuschreibungen in den Lebenswissenschaften gerechtfertigt werden und was unter Rekurs auf Funktionen erklärt werden kann, wurde deshalb in der philosophischen Wissenschaftstheorie eingehend behandelt. Das Seminar stellt eine Einführung in die Debatte dar und hat drei inhaltliche Schwerpunkte: Im ersten Teil lesen wir ausgewählte Klassiker der philosophischen Funktionsliteratur. Im zweiten Teil widmen wir uns Texten, welche die Methodologie der Debatte in den Mittelpunkt stellen: Gibt es etwa einen einzigen, privilegierten Funktionsbegriff oder vielmehr verschiedene Begriffe mit je eigener Rolle? Was sollte überhaupt das Ziel der Debatte sein – eine Analyse wissenschaftlicher Begriffe oder eher eine nützliche

Explikation eines präzise definierten Funktionsbegriffs? Im dritten Teil des Seminars wenden wir uns der Rolle von Funktionen in der Philosophie einzelner Lebenswissenschaften zu (siehe oben). Hier sollen die Studierenden nach Interesse mitbestimmen, welchen Einzelwissenschaften wir uns zuwenden.

 

Im Seminar werden ausschließlich englische Artikel gelesen. Bereitschaft zur gründlichen Lektüre, aktive Teilnahme an Gruppenarbeiten und evtl. Übernahme eines kurzen Referats sind Teilnahmevoraussetzung.

Literatur

Wird im Seminar bekanntgegeben. Als Vorbereitung kann der Artikel „Teleological Notions in Biology“ in der Stanford Encyclopedia of Philosophy dienen:

https://plato.stanford.edu/entries/teleology-biology/

Bemerkung Anmeldefrist ab dem 17.09.2026. Eine Liste freier E3-Plätze und weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage. Als Fachstudent*in wählen Sie zur Anmeldung das fachintern übliche Verfahren; bei LSF: die gleichnamige Veranstaltung ohne das Präfix 'E3'.
Voraussetzungen In E3 nicht geeignet für:
2-Fach GeiWi.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie die E3-Ausschlüsse immer selbständig bei Ihrer Auswahl beachten müssen. Das LSF-System schließt Fehlanmeldungen nicht aus. Auch ist im System nicht ersichtlich, nach welcher PO Sie studieren, oder welche/s Fachwissenschaft/Anwendungsfach vorliegt. Ihre gewählte E3-Veranstaltung muss auch bzgl. Ihres Anwendungsfachs explizit fachfremd sein.
Leistungsnachweis Die Leistungsform teilt der/die Dozent*in den Studierenden in der ersten Lehrveranstaltung mit.

Für alle E3 Kurse gilt, dass Sie sich nicht beim Prüfungswesen anmelden können/müssen. In der Regel sind Sie mit der Zulassung zum Kurs zur Prüfung angemeldet.

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden:
Kultur & Gesellschaft  - - - 1