| Kommentar |
Inhalte:
Digitale Misogynie ist zu einem prägenden Merkmal der heutigen Online-Kommunikation geworden. Weit über vereinzelte Fälle von Hassrede hinaus entfaltet sich misogynes Kommunikationsverhalten in sozialen Medien durch das Zusammenspiel von Sprache, Bildern, Videos, Memes und zunehmend auch KI-generierten Inhalten. Aus einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive untersucht dieses Seminar, wie digitale Misogynie kommunikativ hervorgebracht, normalisiert und zugleich hinterfragt bzw. bekämpft wird. Zu den behandelten Themen gehören misogyn geprägte Online-Praktiken wie Creepshots und Deepfakes, Akteur:innen wie Incel-Communities, misogyne Influencer:innen und synthetische Avatare sowie die Rolle von Misogynie als Einstieg bzw. Katalysator für Online-Radikalisierung. Im Verlauf des Seminars setzen sich die Studierenden kritisch mit aktueller Forschung auseinander und arbeiten mit authentischen digitalen Datensätzen (z. B. Kommentaren in sozialen Medien, TikTok-Beiträgen und Chat-Kommunikation). Dabei werden Methoden wie Konversationsanalyse, Membership Categorization Analysis, Inhaltsanalyse und Korpuslinguistik eingeführt, gemeinsam mit den jeweiligen empirischen Themen erarbeitet und auf eigene Analysen digitaler Misogynie im Online-Diskurs angewendet. Im Rahmen eines semesterbegleitenden Forschungsprojekts entwickeln die Studierenden gemeinsam eine Vernissage, in der Analysen aktueller Erscheinungsformen digitaler Misogynie einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Ausstellung wird im Laufe des Semesters schrittweise weiterentwickelt und bietet Raum für Peer-Feedback, kritische Diskussionen sowie die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse. |
| Voraussetzungen |
In E3 nicht geeignet für: 2-Fach GeiWi.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie die E3-Ausschlüsse immer selbständig bei Ihrer Auswahl beachten müssen. Das LSF-System schließt Fehlanmeldungen nicht aus. Auch ist im System nicht ersichtlich, nach welcher PO Sie studieren, oder welche/s Fachwissenschaft/Anwendungsfach vorliegt. Ihre gewählte E3-Veranstaltung muss auch bzgl. Ihres Anwendungsfachs explizit fachfremd sein. |